• Politischer Austausch zu Asylpolitik, Antirassismus und Antifaschismus
  • Wir veranstalten politische Vorträge, Diskussionen und Infoabende
  • Wir beteiligen uns an Kundgebungen, Demonstrationen und sonstigen Protestformen um uns mit Problemen von Flüchtlingen zu solidarisieren
  • Auch bei Aktionen gegen Neonazis beteiligen wir uns

Über Interesse und neue Gesichter bei unserem Polit-Treffen freuen wir uns! Wenn du Interesse hast freuen wir uns über eine Nachricht von dir über unser Kontaktformular.

  • Der Polit-Bereich

    Die Polit-Gruppe des Multikulturellen Zentrums setzt sich aus ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen und weiteren interessierten Menschen zusammen. Dem Polit-Bereich geht es vor allem darum, bestehende Ungleichheiten klar zu benennen und Formen der Ausgrenzung und Stigmatisierung, insbesondere von Zuwanderern und Flüchtlingen zu kritisieren. Aufklärung und Information über Abschiebeeinrichtungen, rassistische Vorfälle und Benachteiligungen von Migrant_innen soll hier Empathie mit den benachteiligten und entrechteten Menschen erzeugen und mehr Menschen dazu bewegen, sich mit ihnen für deren Gleichbehandlung einzusetzen. Dabei vertreten wir den Anspruch mit den Flüchtlingen auf einer Augenhöhe für ihre Rechte zu kämpfen. Dies setzen wir u.a. mit direkten Aktionen wie Demonstrationen, aber auch Vortragsreihen und dem Abhalten eigener Workshops durch. Zu unserer Öffentlichkeitsarbeit gehört die Herausgabe der Grenzwertig – Zeitschrift für Migration und Menschenrechte.

  • Asylpolitik

    Die Polit-Gruppe des Multis versucht durch intensive Netzwerk und Lobbyarbeit die Interessen von Asylbewerber_innen und Flüchtlingen an die Öffentlichkeit und an politische Entscheidungsinstanzen zu tragen. Wir wollen auf die rassistische Struktur der deutschen und europäischen Flüchtlings- und Asylpolitik aufmerksam machen. Institutionen wie der Abschiebeknast in Ingelheim, Residenzpflicht für Asylbewerber_innen, Sammelunterkünfte oder Essensgutscheine, aber auch das europäische Grenzregime und FRONTEX, zeugen von einer menschenverachtenden, strukturell und offen rassistischen Politik, gegenüber Flüchtlingen und asylsuchenden Menschen. Wir setzen uns für eine Welt ohne Grenzen ein und üben Solidarität mit allen Betroffenen.

  • Antirassismus

    Rassistische Einstellungen sind tief in unserer Gesellschaft verankert. Menschen die davon betroffen sind, werden auf verschiedenste Weise Opfer von
    Rassismus. Die Ablehnung beim Bewerbungsgespräch zu Gunsten von weißen Bewerber_innen, „racial profiling“ als polizeiliches Instrument, welches Menschen aufgrund von stigmatisierten Merkmalen der ständigen Kontrolle unterzieht, aber auch offene rassistische Gewalt sind Beispiele hierfür. Rassismus wirkt als ausschließender Mechanismus auf allen gesellschaftlichen Ebenen und übt alltäglich Gewalt aus. Um diese Strukturen aufzubrechen ist es für uns wichtig, Rassismus nicht als Randproblem oder bedauerliches, aber „kleines“ Übel anzusehen. Rassismus übt Macht und Herrschaft über Menschen aus. Diese Problematik gilt es zu benennen, Aufklärung zu leisten und zusammen mit Betroffenen gegen diese einzustehen.

  • Antifaschismus

    Menschenverachtende Einstellungen sind bis weit in die Mitte der Gesellschaft verbreitet, ihre Kristallisation finden diese Einstellungen in einem geschlossenem neonazistischem Weltbild. Für uns ist es wichtig diesen politischen Strömungen entschlossen entgegenzuwirken, denn ihr Ziel ist die Abschaffung unserer heutigen Gesellschaftsform und die brutale Ablehnung unserer Werte. Ob nun NPD oder „freie“ Kräfte – Neonazis bedrohen unser Zusammenleben. Über 180 Todesopfer rechter und rassistischer Gewalt wurden seit der Wiedervereinigung gezählt – die Dunkelziffer liegt wohl viel höher. Deshalb stellen wir uns ihnen, wo auch immer sie auftreten, entschlossen entgegen.

  • Zusammenarbeiten/Kooperation

    In unserer politischen Arbeit arbeiten wir gezielt mit vielen weiteren Gruppen, Organisationen und Netzwerken zusammen. Wir sind der Überzeugung, dass nur so eine aufgeklärte und handlungsfähige Zivilgesellschaft entstehen kann. Probleme wie Rassismus und Neonazismus sind gesellschaftliche Probleme und damit auch aus ihr heraus zu bekämpfen – ein rein staatlicher Antirassismus bzw. Antifaschismus ist oftmals nicht gewollt bzw. unfähig bestehende Zustände zu kritisieren und zu ändern. Vor allem in der Asylpolitik ist es wichtig mit den betroffenen Menschen zusammen zu arbeiten. Für all diese Kooperationen gilt für uns, dass wir uns nicht durch sogenannte Demokratieerklärungen oder Extremismusbegriffe ausbremsen und einschüchtern lassen. Die Ablehnung solcher Forderungen liegt nicht daran, dass wir die demokratische Werte nicht teilen – im Gegenteil: für uns darf zivilgesellschaftliches Engagement nicht auf Basis von Bespitzelung von Kooperationspartner_ innen basieren. Wir arbeiten gerne mit allen Menschen zusammen, die für grenzenlose Solidarität und eine emanzipatorische Perspektive eintreten.